Durch die Virtualisierung des Netzwerk-Edge können Unternehmen eine Vielzahl von Geräten in den einzelnen Niederlassungen, beispielsweise für das Routing, die Firewall und die WAN-Optimierung, durch ein einziges Konnektivitäts- und Servergerät ersetzen, auf dem mehrere virtualisierte Netzwerkfunktionen (VNFs) laufen. Für die Unternehmen ermöglicht dies eine Vereinfachung des IT-Betriebs, einen höheren Grad an Flexibilität und langfristige Vorteile im Hinblick auf die Betriebskosten. Für Serviceprovider aus dem Telekommunikationssektor bedeutet dieses Zusatzangebot zu den bereits bestehenden Konnektivitätsservices eine Möglichkeit für neue, interessante Upselling-Gelegenheiten und zur Stärkung der Kundenbindung, was wiederum lang andauernde Umsatzsteigerungen nach sich ziehen kann.

Für die Telekommunikationsunternehmen gehen die Vorteile eines Portfolios virtualisierter Services natürlich über den Unternehmenskundenstandort hinaus. VNFs können auf Server in regionalen Rechenzentren ebenso eingerichtet werden wie in Kabelverzweigern oder an anderen Edge-Standorten. Serviceprovider können Bandbreite und digitale Anwendungen so näher an ihre Kunden heranführen, um die QoS zu verbessern und Latenzzeitanforderungen zu erfüllen. Letztendlich lässt sich so ihr Wettbewerbsvorteil kurz- und langfristig maximieren.

Warum machen das also nicht alle so?

Obwohl die Vorteile eindeutig und die Unternehmen definitiv für ihre Nutzung bereit sind, ist die Schaffung und Bereitstellung eines Portfolios virtualisierter Services für einen Serviceprovider doch eine komplexe Aufgabe. Sowohl die technischen als auch die betrieblichen Herausforderungen bei der Umsetzung sind absolut keine Kleinigkeit.

Zunächst einmal müssen verschiedenste VNF- und Hardwareprovider eng zusammenarbeiten. Für Telekommunikationsbetreiber, die in der Regel eher lineare Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden bevorzugen, ist das ein relativ ungewohntes Konzept. Lineare Beziehungen sind in einem im Bereich der Virtualisierung von Grund auf fragmentierten Umfeld jedoch kaum realisierbar. Auf der technischen Ebene wiederum können sich die Integration, Orchestrierung und Prüfung mehrerer VNFs (von Firewalls und Lastausgleichssystemen bis hin zu virtualisierten Verschlüsselungslösungen) in einer gemeinsamen Gerätearchitektur als schwierig erweisen.

Doch anstatt diese Herausforderungen beherzt anzugehen, entscheiden sich einige Serviceprovider dafür, sie zu umgehen, indem sie VNFs von nur einem Provider auswählen, um ihr Portfolio virtualisierter Services zu vereinfachen und die Risiken zu senken. Diese Vorgehensweise bringt jedoch Nachteile mit sich. Zu nennen wären da beispielsweise die Anbieterabhängigkeit und die begrenzte Auswahl an VNFs. Als Folge haben die Unternehmen keinen Zugang zu wirklich herausragenden Lösungen, die ihnen einen größeren Mehrwert bringen könnten. Dies gilt vor allem für größere (und potenziell auch lukrativere) Kunden, die möglicherweise ihre ganz eigenen VNF-Präferenzen haben oder sogar Pläne verfolgen, proprietäre virtualisierte Anwendungen zu entwickeln und am Edge zu betreiben.

Aufgrund dieser Probleme verzögern einige Serviceprovider – darunter auch Tier-1-Carrier – ihre Virtualisierungspläne für den Edge.

3 wesentliche Möglichkeiten für die Beschleunigung Ihrer Virtualisierungsbestrebungen

Ist die Umsetzung denn dann überhaupt möglich? Kann ein Serviceprovider, der sich für virtualisierte Services interessiert, die Strategie in diesem Bereich beschleunigen und zukunftssicher gestalten? Ja, das ist möglich. Die gute Nachricht ist, dass sich bei richtiger Planung und einer optimalen Umsetzungsstrategie die Komplexität der Aufgabe deutlich reduzieren lässt. Auch lassen sich Portfolios virtualisierter Services so schneller erstellen. Das bedeutet, dass Sie zusätzlich zu Ihren Konnektivitätsservices auch VNFs schon zu einem frühen Zeitpunkt im Rahmen von Upselling-Kampagnen vermarkten können.

Zur Realisierung dieser Vorteile sollten Sie eine Strategie für die Edge-Virtualisierung auf Grundlage dieser drei Grundsätze ausarbeiten:

1) Offenheit und Interoperabilität zur Unterstützung wirklich erstklassiger Lösungen sowie zur Reduzierung des Risikos einer Abhängigkeit von einzelnen Anbietern

Wie oben bereits erwähnt wurde, sind viele Lösungen für die Edge-Virtualisierung proprietär, sodass Serviceprovider gezwungen sind, VNFs von einem einzigen Anbieter oder bestenfalls einer sehr kleinen Zahl von Anbietern gebündelt zu nutzen.

Um eine wirklich hervorragende Lösung zu gewährleisten, sollten Sie jedoch unterschiedliche VNFs, beispielsweise SD-WANs, Firewalls, Lastausgleichssysteme oder andere Netzwerkfunktionen, einer Vielzahl geprüfter Anbieter in Betracht ziehen.

Durch eine auf offenen Standards basierende Lösung ermöglichen Sie Ihren Kunden die Auswahl idealer VNFs zur Unterstützung ihrer ganz individuellen Bedürfnisse. So können Sie ihnen dabei helfen, Abhängigkeiten von einzelnen Anbietern zu vermeiden und ausreichen agil aufgestellt zu sein, um auch in der Zukunft neue Technologien einfach und kosteneffizient zu nutzen. Indem Sie Ihren Kunden Wahlmöglichkeiten und Flexibilität bieten, können Sie selbst Ihren Wettbewerbsvorteil auf dem Markt verteidigen.

2. Carrier-Grade-Lösungen für ständige Verfügbarkeit und hervorragende Leistung

Einer der Hauptgründe für den hohen Grad an Komplexität von Edge-Virtualisierungsprojekten ist die Tatsache, dass VNFs so konzipiert werden müssen, dass sie in nur einem Gerät optimal zusammenwirken, was zu Problemen bei der Aufgabenplanung führen kann. Um dies meistern zu können, sollten Sie sich für eine Lösung mit fortschrittlichen Funktionen für die Verkettung und Orchestrierung von Services entscheiden, die dafür sorgt, dass sämtliche VNFs perfekt aufeinander abgestimmt sind und optimal interagieren.

Gewährleisten können Sie dies durch die Auswahl eines Partners, der die ausgewählten VNFs im Vorfeld auf seiner Plattform umfassend testet. So lassen sich die Risiken weiter reduzieren und Sie können sicher sein, dass die Lösungen vom ersten Tag an nahtlos zusammenarbeiten werden und Ihren Kunden einen echten Mehrwert bringen.

3. Spezialkenntnisse, umfassende Ressourcen sowie echte Erfahrung in der Umsetzung groß angelegter Projekte für die Edge-Virtualisierung

Selbst wenn Sie über eigene qualifizierte Teams für die Arbeit an Transformationsprojekten verfügen, verursacht die Edge-Virtualisierung doch einen enormen zeitlichen Aufwand und bindet zahlreiche Ressourcen. Wenn Sie sich für einen Partner entscheiden, der über praxiserprobte Spezialkenntnisse in der Edge-Virtualisierung verfügt, können Sie die Risiken des gesamten Prozesses minimieren und die Time-to-Market deutlich verkürzen.

Darüber hinaus können Sie sich bei der Auswahl der für die Anforderungen Ihrer Kunden am besten geeigneten VNFs beraten lassen und so schnell eine erstklassige Lösung ausarbeiten, auf die Sie sich verlassen können.

Cienas eigene Virtualisierunsgeschichte

Das Portfolio von Ciena enthält eine Ende-zu-Ende-Lösung für die Edge-Virtualisierung und es überrascht Sie wahrscheinlich nicht, dass ich diese Lösung ziemlich gut finde. Sie umfasst sämtliche Technologien, Fachkenntnisse und Ressourcen, die Telekommunikationsunternehmen für die beschleunigte Erstellung eines umfassenden VNF-Angebots benötigen – und dies mit deutlich weniger Risiken als normal.

Zunächst einmal stellen wir den benötigten Support zur Verfügung und helfen Serviceprovidern dabei, ihre Lösungen für die Edge-Virtualisierung erfolgreich und kosteneffizient auf den Markt zu bringen. Dies gilt unabhängig davon, ob Sie viel oder nur ein wenig Hilfestellung benötigen. Darüber hinaus können wir Ihnen auch bei der Virtualisierung der Infrastruktur an Ihren Edge-Standorten behilflich sein, damit Sie näher an Ihre Kunden heranrücken und deren Anwendungen und Services der nächsten Generation mit niedriger Latenzzeit optimal unterstützen können.

Da die Lösung von Ciena auf einer offenen Virtualisierungsarchitektur basiert, können Sie VNFs und Konnektivitätskomponenten aus einem breit gefassten Partnerangebot auswählen. Als Folge können Sie ein wirklich erstklassiges Ergebnis erzielen und Ihren Kunden die Zügel in die Hand geben.

Schließlich gewährleisten unsere fortschrittlichen Funktionen für die Verkettung und Orchestrierung von Services sowie umfassende Interoperabilitätsprüfungen, dass all diese Multi-Provider-Lösungen nahtlos zusammenarbeiten. Dank dieses hohen Grades an Interoperabilität können Sie die Lösung für die Edge-Virtualisierung auf jede erdenkliche Art und Weise weiterentwickeln, ohne dafür Ihre gesamte Architektur neu zu strukturieren oder umfassende Änderungen vornehmen zu müssen, die Ihr Unternehmen gefährden könnten.

Erfahrung spielt ebenfalls eine große Rolle

Am wichtigsten ist dabei wahrscheinlich, dass dies alles für uns nicht neu ist. Ciena hat bereits für unterschiedlichste Carrier, von Tier-1-Serviceprovidern bis hin zu kleineren, eher regionalen Betreibern, zahlreiche Edge-Virtualisierungsprojekte umgesetzt. Unsere Kunden konnten bei der Optimierung ihrer Edge-Infrastruktur und der Entwicklung überzeugende Virtualisierungslösungen für ihre Unternehmenskunden beeindruckende Ergebnisse erzielen. 

Gehen Sie den nächsten Schritt in Richtung eines virtualisierten Edge

Wenn Sie bis hierher gekommen sind, möchten Sie sehr wahrscheinlich mehr über die Virtualized Edge Solution von Ciena und darüber erfahren, wie die Lösung Ihnen bei der Realisierung ähnlicher Ergebnisse für Ihr eigenes Unternehmen helfen kann. Wenn dem so ist, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf, damit wir die verschiedenen Möglichkeiten mit Ihnen besprechen können. Darüber hinaus können Sie auch mehr über die virtualisierte Edge-Architektur von Ciena und unsere Dienstleistungen für Serviceprovider erfahren