Seit der Einführung der ersten öffentlichen Telefonnetze haben sich Netzwerke beständig weiterentwickelt. Während der verschiedenen Entwicklungsphasen – von festen Endpunkten im Anfangsstadium des Internets bis zu den Breitbandnetzwerken von heute, die mobile Benutzer mit Großrechenzentren und Bandbreite-Giganten wie Netflix, Amazon und Facebook verbinden – wurden Netzwerke stets an die neuen Anforderungen angepasst.

Die ehemals statische Infrastruktur befindet sich in einem tiefgreifenderem Wandel als je zuvor. Das neueste Beispiel hierfür sind autonome Netzwerke , ein Trend, der sich schon seit geraumer Zeit abzeichnet. Autonome Netzwerke werden praktisch ohne menschliche Eingriffe betrieben. Sie übernehmen selbstständig die Konfiguration, Überwachung und Wartung.

Das ist zwar ein großer Fortschritt; autonome Netzwerke sind jedoch bislang noch zu starr und haben zu große Einschränkungen. Deshalb hat Ciena eine neuen Ansatz in der Netzwerkentwicklung entwickelt: Das Adaptive Network, das dafür ausgelegt ist, mit dem Unternehmen zu wachsen und sich an die Veränderungen der geschäftlichen Anforderungen und des Markts anzupassen.

Das Adaptive Network wandelt das vorhandene Netzwerk in eine dynamische, programmierbare Infrastruktur um, die analytik- und automatisierungsbasiert ist. 

Durch das Adaptive Network können Provider ihre aktuelle Infrastruktur in ein Kommunikationssystem umwandeln, wobei Informationen von Netzwerkelementen, Instrumentierung, Benutzern und Anwendungen zur Überprüfung, Analyse und Umsetzung an einen Software-Layer übertragen werden. Dadurch wird das Netzwerk selbst entlastet.

Das Adaptive Network besteht aus drei wichtigen Layern:

  • Programmierbare Infrastruktur: Dazu gehören die physischen und virtuellen Elemente des Netzwerks und die damit verbundene Telemetrie. Der programmierbare Infrastruktur-Layer ist hochintelligent und ermöglicht dem Netzwerk anhand von ausgewerteten Daten, Entscheidungen zu treffen. Dazu zählt z. B. das Umleiten des Datenverkehrs bei Ausfall einer Verbindung oder das Prüfen und Beheben von Latenz- oder Kapazitätsproblemen bei einer bestimmten Verbindung. Für programmierbare Infrastrukturen ist ein rekonfigurierbarer photonischer Layer mit flexiblem Grid erforderlich, um die Umleitung von Kanälen mit variabler spektraler Auslastung über jeden Pfad und über jedes optische Spektrum im Netz zu ermöglichen. Zudem sind einstellbare kohärente Transponder Voraussetzung für programmierbare Infrastrukturen, damit eine flexible Anzahl von Client-Signalen effizient auf die variable Leitungskapazität abgebildet werden kann. Dafür ist wiederum ein zentralisiertes Optical Transport Network (OTN) oder eine Packet-Switching-Architektur erforderlich.
  • Analytik und Intelligenz: Die programmierbare Infrastruktur generiert erhebliche Datenmengen. Einige dieser Daten sind Big Data, die Tendenzen anzeigen, an die sich das Netzwerk im Laufe der Zeit anpasst. Big Data liefert dem Netzwerk Informationen für die langfristige Anpassung, zu auffälligen Datenverkehrsmustern und zu potenziell anfälligen Netzwerkkomponenten. Bei „Small Data“ geht es im Gegensatz dazu um Vorgänge, die relativ schnell erfolgen. Dabei kann es sich um die Störung einer Verbindung oder eine kurzfristige Kundenanfrage handeln. In solchen Fällen ist eine schnelle Reaktion des Netzwerks wichtig. Solche Reaktionen werden durch die Analytik veranlasst. Aber menschliches Eingreifen oder das Anwenden von vordefinierten Richtlinien ist ebenfalls möglich, um die entsprechenden Vorgänge je nach Bedarf zu genehmigen oder zu verändern. Bei einem vollkommen autonomen Netzwerk wäre an dieser Stelle kein Eingreifen des Betreibers möglich.
  • Softwaresteuerung und -automatisierung: Forschungen haben ergeben, dass menschliches Versagen eindeutig der häufigste Grund für Netzwerkausfälle ist. Laut Schätzungen des Network Barometer Report 2014 von Dimension Data ist es für 32 % aller Ausfälle verantwortlich. Durch die effektive Automatisierung von Netzwerkaufgaben, wie das Laden von Zugriffskontrollen und die Provisionierung von Routern, können diese Fehler vermieden werden, sodass das Netzwerk ständig mit optimaler Leistung arbeitet. Dabei ist es ausschlaggebend, dass die Automatisierung anbieterübergreifend funktionieren. Manche Technologien lassen sich nur mit den Geräten eines einzigen Herstellers einsetzen; die meisten Netzwerke basieren jedoch nicht nur auf der Ausrüstung eines Herstellers. Um die Leistungsfähigkeit sicherzustellen und Daten effizient und schnell transportieren zu können, müssen Netzwerke untereinander kompatibel sein und APIs verwenden.

Die Entwicklung des Adaptive Network stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Netzwerke dar. Diese einheitliche Lösung berücksichtigt alle Aspekte der intelligenten Automatisierung: zweckbasierte Orchestrierung, Analytik, programmierbare Domänensteuerung und mehr. Die Mikroservices-basierte Architektur ist skalierbar und bietet die Möglichkeit für Erweiterungen. Darüber hinaus ermöglicht die DevOps-Integration flexible Betriebsfunktionen und Services.

Warum Ciena?

Eine 25-jährige Erfahrung mit globalen Netzwerken macht Ciena zum idealen Anbieter des Adaptive Network.

  • Unübertroffene Erfahrung im Netzwerkbereich: Ciena betreut weltweit mehr als 1.300 Kunden und damit 80 % der größten Netzwerkprovider der Welt. Ciena hat bereits 150 Millionen Kilometer an kohärenten Netzverbindungen implementiert.
  • Services für Netzwerkprovider: Ciena hat speziell für Provider Services entwickelt, die diese bei der Weiterentwicklung ihrer Netzwerke unterstützen. Neben dem Support über den gesamten Lebenszyklus des Netzwerks erhalten Provider bedarfsgerechte Beratung, Lösungsmöglichkeiten und Services.
  • Partner: Ciena ergänzt das Angebot mit einem dynamischen Partnerprogramm, das der Weiterentwicklung von Lösungen und der Vermittlung von Fachwissen dient, um alle Aspekte des Adaptive Network zu realisieren.

Das konkurrenzlose Produktportfolio von Ciena trägt einen wichtigen Teil dazu bei, das Adaptive Network in vielfältiger Hinsicht zu unterstützen. Zu den wichtigsten Komponenten der programmierbaren Infrastruktur, Analytik und Automatisierungs-Layer  zählen u. a:

  • WaveLogic Ai: Die nächste Generation der branchenführenden kohärenten WaveLogic-Technologie von Ciena ändert grundlegend den Aufbau und das Management optischer Netze. WaveLogic Ai ermöglicht eine einstellbare Bandbreite von 100G bis 400G in 50G-Schritten und bietet damit eine bisher unerreichbare Kontrolle über das Netzwerk.
  • WaveLogic Photonics: Das vollausgestattete, intelligente photonische System von Ciena umfasst die kohärente WaveLogic-Optik und flexible Leitungselemente, die in Kombination mit integrierten und diskreten Software-Tools eine überlegene Automatisierung, Steuerung und Darstellung optischer Netze ermöglichen.
  • 6500- und Waveserver®-Plattformen: Die flexible Plattformarchitektur von Ciena ermöglicht eine effiziente Anpassung von Client-Services an die Leitungskapazitäten.
  • Blue Planet Manage, Control and Plan (MCP)-Domänencontroller: Ciena macht softwaredefinierte Programmierbarkeit für den Netzwerkbetrieb und Services der nächsten Generation verfügbar. Dank MCP entfallen manuelle, zeitaufwendige und fehleranfällige Schritte in mehreren, getrennten Managementtools, denn mit Blue Planet werden Betriebsfunktionen zu geschlossenen, automatisierten Abläufen weiterentwickelt, die über mehrere Anbieter und Domänen hinweg funktionieren.
  • Blue Planet Multi-domain Service Orchestrator (MDSO): Ermöglicht die Softwaresteuerung für eine automatische anbieter- und technologieübergreifende Servicebereitstellung. Dieses Tool lässt sich zudem mit Blue Planet Analytics und MCP zur Unterstützung selbstheilender und selbstoptimierender geschlossener Abläufe auf Grundlage von Analysen großer Datenmengen integrieren.
  • Offenheit: Ciena entwickelt gezielt Lösungen, die Netzwerkprovidern eine individuelle, präzise Anpassung der Infrastruktur ermöglichen. Offenheit ist die Grundlage für alle Innovationen, die Ciena auf den Markt bringt. Durch den Einsatz von APIs und modernen Datenmodellen auf Hardware- und Software-Ebene ermöglichen beispielsweise die offenen APIs von Ciena eine bessere Netzwerk-Telemetrie und Messung in Echtzeit. Die APIs erlauben eine schnellere, einfachere und plattform- und herstellerübergreifende Anwendungsentwicklung, eine problemlose Integration in IT-Tools sowie eine effizientere IT-Ressourcenauslastung.
  • Sicherheit: Das Adaptive Network basiert auf einem holistischen Ansatz zum Schutz der Daten während der Übertragung und erfüllt die sichersten verfügbaren Kryptografiestandards. Ciena bietet darüber hinaus ein spezielles Portal an, das den Benutzern die vollständige Kontrolle über das Sicherheitsschlüsselmanagement einräumt.