Das globale Marktforschungsunternehmen Ovum veröffentlichte heute morgen neue Zahlen zum rapide wachsenden Markt für Data Center Interconnect (DCI). Ciena steht dabei ganz oben auf der Liste der Provider, die Ausrüstung für diesen Markt liefern.

Die neueste Ovum-Studie gehört zu den ersten, die die Größe, das Wachstum und die wichtigsten Gerätelieferanten für den DCI-Markt einer so genauen Analyse unterziehen. Laut dem vorliegenden Bericht wuchsen die weltweiten DCI-Umsätze im Jahr 2014 um mehr als 16 % und erreichten damit 2,5 Milliarden USD. Es wird erwartet, dass diese Zahl bis zum Jahr 2019 auf 4,2 Milliarden USD steigt.

Durch dieses starke Wachstum hat sich Data Center Interconnect für Lieferanten von Telekommunikations-Equipment zu einem der am schärfsten umkämpften Marktsegmente entwickelt. Glaubt man den Zahlen von Ovum, dann ist Ciena dabei, diesen Kampf zu gewinnen – das Unternehmen hat die “weltweite Führung bei den Marktanteilen im DCI-Bereich.”

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“Ciena ist schon lange erfolgreich bei der Eroberung von Märkten mit hohem Wachstumspotential”, so Ron Kline, Principal Analyst für den Bereich Intelligent Networks bei Ovum. “Die Führungsposition von Ciena bei den globalen Marktanteilen im DCI-Bereich ist ein Beleg für die Fähigkeit des Unternehmens, bei der fortlaufenden Erweiterung der Kundenbasis dieses Schlüsselsegment zu erobern.”

Viele Branchenkenner sehen das Jahr 2015 als den Wendepunkt in Bezug auf Metro-Netze. Dies ist großteils auf das massive Wachstum bei Rechenzentren, der Cloud und Virtualisierungsservices zurückzuführen, durch die heutige Netzinfrastrukturen aufgrund ihrer mangelnden Flexibilität überfordert sind. Bei Ciena bezeichnet man dies als den Web-Scale-Effekt, dessen enormer Einfluss zu schnellen Änderungen im Metro- und DCI-Markt führt. Die Änderungen werden teilweise durch die großen Internet Content Provider (ICPs) wie Google, Facebook und Amazon sowie die Carrier Neutral (CN)-Provider wie Equinix und Digital Realty Trust verursacht. Diese sorgen dafür, dass sich die Web-Scale-IT-Prinzipien von Rechenzentren bis in das Netz ausbreiten, und dass neue, für den Metro-Bereich optimierte Hardware und sogar neue 100G-Metro-Architekturen eingeführt werden.

Tatsächlich ist bereits ein ganzes Drittel weltweiten Auslieferungen von 100G-Ports durch Ciena auf ICPs und CNs zurückzuführen (1. Geschäftsquartal 2015).  Mittlerweile zählen zwei der führenden fünf Web-Scale-Provider zu den Kunden von Ciena. Auf den Umsatz bezogen, war unser zweitgrößter Kunde in den letzten beiden Geschäftsjahren ein großer Web-Scale-Player.

Es ist interessant, dass laut der Ovum-Studie trotzdem Communications Service Provider (CSPs) immer noch für den Löwenanteil der DCI-Ausgaben verantwortlich sind – beinahe die Hälfte des Marktvolumens von 2,5 Milliarden USD ist auf diese Kunden zurückzuführen, und daran wird sich auch in naher Zukunft nichts ändern.

Dies ist ein Indiz dafür, dass die Web-Scale-Player nicht nur eigene Netze für Data Center Interconnect aufbauen, sondern auch einen hohen Anteil an Netzkapazität von CSPs beziehen.

Der CEO von Ciena sprach diesen Trend in einer kürzlichen Telefonkonferenz zu den finanziellen Resultaten des Unternehmens im ersten Quartal 2015 an. Er hob dabei hervor, dass durch die zentrale Stellung von Rechenzentren und der Cloud “eine Führungsposition sowohl bei Web-Scale-Playern als auch bei den globalen Tier-1-Serviceprovidern angestrebt werden muss, da deren Aufgabenbereiche sich immer mehr überlappen.”

Weitere Informationen zur neuen Ovum-Studie zum Data Center Interconnect-Markt finden Sie in der Pressemitteilung des Unternehmens.